Ich bin
denn mal draußen …
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| Foto: uni-freiburg.de |
Warum ich
der Auffassung bin, dass der von oben aufoktroyierte Gendersprech, der sich
bisher zum Schein auf den Doppelpunkt mit innen-Endung reduziert, nicht nur
nicht emanzipativ im Sinne der Frauenrechte, sondern im Gegenteil, tendenziell
frauenfeindlich, rassistisch und inhuman ist und die Entmenschlichung der
Gesellschaft zum eigentlichen Zweck hat? Das werde ich in den folgenden Zeilen
erläutern und begründen.
Gender
ist rein politisch begründet und unwissenschaftlich
Fraglos ist
Sprache immer im Fluss und in Entwicklung begriffen. Fraglos aber auch ist,
dass der jetzt wie ein Sturzbach hereinstürzende Genderneusprech rein
politische Ursachen hat und von oben Schritt für Schritt auf unsere wunderbar
lebendige Sprache aufgepflanzt wird, mit ausgesprochener Gewalt (noch) an den
Universitäten (der Beispiele gibt es leider viele) und mit vorauseilendem
Gehorsam in den Institutionen und, was mich besonders entsetzt, ebenfalls und
besonders intensiv in der Kultur und der Kunst.
Die
biologischen Tatsachen werden abgelehnt
Wo
eigentlich sind die Ursachen des Gendersprech zu suchen. Die Antwort ist so
einfach wie falsch und unwissenschaftlich: Es gibt angeblich keine biologischen
Unterschiede zwischen Mann und Frau, sondern ausschließlich nur sozialpsychologische,
„lebensgefühlabhängige“ (laut Fachstelle Gender und Diversität NRW). Entsprechend
gibt es bisher über 70-Sexualvorlieben, die in dem Abkürzungsungetüm LGBTQ+
zusammengefasst sind. Die Übersetzung
erspare ich mir aus gutem Grund.
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| Foto: lpb-bw.de |
0,25
Prozent gegen 99,75 Prozent
So kann ab
2023 sogar jedes Kind ab 14 Jahren sein Geschlecht und seinen Namen jährlich
einmal auf dem Standesamt ändern lassen. Da bleibt einem die Spucke weg. Ein
Verbrechen an unserer zukünftiger Generation. Wo ist der Staat, der mit
Vernunft die Interessen seiner Bürger vertritt? Wie verantwortungslos ist es,
Jugendliche im Pubertätsalter dazu zu verführen, an ihrem Geschlecht
herumzuwerkeln? Was steckt hinter diesem Angriff auf 99,75 Prozent der
Bevölkerung (denn lediglich 0,25 Prozent aller geborenen Kinder sind laut Deutscher
Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität geschlechtlich
undefiniert, dagegen 99,75 Prozent eindeutig männlich oder weiblich)? Was
treibt die Gender-Agenda dazu, die biologischen Tatsachen zu leugnen und die
Eltern (der Begriff soll abgeschafft und durch „austragender Elternteil“ und „nicht
gebärender Elternteil“ ersetzt werden, wie auch die jahrtausendalten Begriffe wie Mutter
und Vater) dazu zu verdonnern, ihre Kinder geschlechtsneutral zu erziehen? Die
Schulen sind bereits zu Gendermaschinen verkommen und der Einfluss der Eltern
auf ihre Kinder wird systematisch unterwandert.
Tatsächlich
steckt hinter dem Genderneusprech die politische Absicht, die Gesellschaft als
Ganzes umzuerziehen. Was aber macht diese Sprachverhunzung, die nicht einmal
einfachsten linguistischen und wissenschaftlichen Kriterien standhält, so
wichtig für die Globalisten und ihre politischen Handlanger? Und warum fallen
so viele gutgläubige Menschen darauf herein?
Es ist das
Versprechen, eine humanere und gerechtere, gleichere Gesellschaft durch Sprache
und scheinwissenschaftliche Behauptungen zu errichten, alle Menschen seien
grundsätzlich geschlechtsneutral geboren und fänden lediglich durch sexuelle
Vorlieben zu ihrer wahren sexuellen Erfüllung. Tatsächlich aber ist das eine
bitterböse Täuschung. In Wirklichkeit ist die gendergerechte Sprache ein
Dehumanisierungsprogramm erster Klasse. Auch ist sie ein Schlag ins Gesicht der
tatsächlichen Transsexuellen, die wohl sehr gut wissen, dass ihre
Transsexualität innerlich, seelisch, psychisch bewältigt werden muss, mit viel
Liebe und Unterstützung, und nicht durch äußerliche politische Maßnahmen, die
eher diskriminierend auf sie wirken müssen. Das wäre endlich einmal klarzustellen.
Aber zurück zum cui bono.
Die Ziele
der Aufklärung werden zu Grabe getragen
Bekanntlich
sind unsere Vordenker des Great Reset wild darauf, den neuen Menschen
zu schaffen, einen, der bereit ist, seine Selbstbestimmtheit an die Maschine
abzugeben, einen digitalen Deal als Cyborg einzugehen. Dazu braucht es vor
allem Kinder und Heranwachsende als Neutrum-Geschöpfe, Geschlechtslosigkeit und
insgesamt verwirrte, irritierte und eigenschaftslose Gestalten. Dazu zählt auch
der immanente Rassismus der BLM-, Antifa- sowie Teile der Friday
for Future-Bewegung, die voll auf das Great Reset der globalen Eliten
hereinfällt und den Gender-Unsinn kritiklos mitmacht.
Die
Ersetzung des Homo Sapiens durch den Homo Technicus
Insofern
zielt der Transgendersprech auf die Veränderung des Selbstverständnisses der
Menschen und forciert dazu den Angriff auf Kinder und Jugendliche. Sie sollen
kein sicheres Fundament der Erziehung mehr genießen, zu starken Frauen und Männern
heranwachsen dürfen, sondern sie sollen zu idenditätslosen, verwirrten und
entwurzelten Wesen degenerieren. Keine Aufklärung, keine Selbstbestimmtheit,
keine Befreiung von der selbstverschuldeten Unmündigkeit, sondern im Gegenteil:
die Aufgabe der Autonomie, der Individualität, und vor allem die Unabhängigkeit
sind das Ziel dieser Gender-Agenda. Die Ablösung des Homo Sapiens durch den Homo
Technicus.
Bereits im
Januar dieses Jahres schrieb ich zum halbjährlich erscheinenden Magazin des Ensemble
Modern 55/1, das sich leider kritiklos der Gendersprache anbiedert und das
Ganze mittlerweile sogar ausweitet (siehe das zweite Magazin vom Juli 2022,
56/22/2), unter anderem:
„Für
einen Wort- und Sprachliebhaber ist das eine Zumutung. Noch reduziert sich das
Geschreibsel auf Doppelpunkte und Wortungeheuer wie
Komponist:innenpersönlichkeit. Vor allem im Beitrag von Egbert Hiller Shaping
the Future wimmelt es nur so von diesen Missbräuchen und, ehrlich
gesagt, das Lesen wird dadurch nicht gerade bereichert. Im Gegenteil. Keine
Lust auf Text bei dieser Sprachverhunzung. Glücklicherweise ist der englische
Text noch normal und man kann getrost auf diesen ausweichen.
Auch der
Gendersprech – sollte man endlich einmal konstatieren – ist Teil der
maschinengetriebenen Machtübernahme des digital-finanziellen Komplexes. Nicht
um Geschlechtergerechtigkeit geht es bei seiner Verwendung, sondern um die
Neutralisierung der Geschlechter und ihre Anpassung an eine digitalisierte
entmenschlichte Algorithmen-Sprache.“
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| Foto: pict-rider/LI-Hamburg |
Der Staat handelt unverantwortlich
Beklagenswerter Höhepunkt dieser Agenda ist der jüngst (2. Juli) in der Berliner Humboldt Universität geschehene Vorfall im Rahmen der Nacht der Wissenschaft, wo ein Vortrag der Biologie-Doktorandin, Marie-Luise Vollbrecht, zum Thema: "Geschlecht ist nicht gleich Geschlecht. Sex, Gender und warum es in der Biologie nur zwei Geschlechter gibt", mit der Begründung untersagt wurde, dass man nicht für ihre Sicherheit garantieren könne. (Man lese die diversen veröffentlichten Artikel dazu).
Humboldt würde sich im Grabe drehen
über die Universität seines Namens. Oder wenn man zum Begriff Cis-Gender
in einem staatlichen Fachblatt Gender und Diversität NRW lesen muss:
Mann und Frau repräsentieren keine Normalität. CIS (aus dem lateinischen
übersetzt: Diesseits) bedeute eine gewisse Geschlechteridentität: Hetero,
schwul oder lesbisch. Und weiter: „So wenig wie das biologische Geschlecht in
jedem Fall eindeutig bestimmbar ist, so wenig muss eine Geschlechteridentität
im Laufe eines Lebens bestehen bleiben.“ Toll, einfach toll. Zurück ins
religiös-ideell geprägte MA – vom wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet –
und vorwärts in die Cyborg-Welt des finanziell digitalen Komplexes – von der
Seite der Globalisierer und philanthropisch daherkommenden Menschenverächter gewünscht.
Die selbstverschuldete Unmündigkeit hält wieder einmal Einzug
Mein Entschluss steht fest: Ich werde mich weiterhin auf die altbewährte
deutsche Sprache stützen und statt Doppelpunkt-innen draußen bleiben, die
generischen Begriffe verwenden, so wie sie gedacht sind, nämlich geschlechterübergreifend,
und die Berufsbezeichnungen nicht in Gerundive fassen (Bsp.: Studierende,
welcher Blödsinn, was wäre denn mit Orchestermigliedernde, Pianistende,
Cellistende oder gar Perkussionistende, ähh) und Frauen wie Männer
gleichberechtigt in Sprache und Wortwahl berücksichtigen, da wo es angebracht
ist, in echter aufgeklärter und selbstbestimmter Absicht.
Der grassierenden selbstverschuldeten Unmündigkeit weiter Teile der
Intellektuellen und Künstler werde ich entschieden entgegentreten und wirkliche
Frauenrechte vertreten, wie ich es seit jeher praktiziert habe. Alles, was die
Sprache biologie- und wissenschaftsfeindlich neutralisiert, Identitätslosigkeit
schürt und biologische Tatsachen ignoriert, alles was die Sprache
entmenschlicht – und das versucht der Gendersprech –, werde ich mit Nachdruck die
ehrliche Sprache entgegenstellen.



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